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So kann man eine Putzkraft steuerlich absetzen

Der wöchentliche Einkauf, Wäsche waschen und Putzen – das sind wohl die typischen Aufgaben, die in jedem Haushalt anfallen. Doch viele Menschen haben gar nicht die Zeit – oder auch die Lust –, sich um dies alles in Eigenregie zu kümmern.

Oft nehmen der Beruf und die Betreuung der Kinder viel Zeit ein, weshalb sich eine Vielzahl von Verbrauchern dazu entschließt, eine Haushaltshilfe einzustellen, die im Alltag für entspannende Entlastung sorgt. Natürlich ist dies mit gewissen Kosten verbunden, weshalb sich die Arbeitgeber der Haushaltshilfe oft die Frage stellen, ob sie die anfallenden Kosten für eine Putzhilfe oder einen professionellen Reinigungsservice, wie beispielsweise die Gebäudereinigung Frankfurt, von ihren Steuern absetzen können.

Reinigungshilfe als Mini-Job

Reinigungskräfte, die in privaten Haushalten tätig sind, gehören generell zu dem Bereich der haushaltsnahen Dienstleistungen. Es müssen allerdings einige Aspekte beachtet werden, damit das Finanzamt die Kosten auch anerkennt. Im deutschen Steuerrecht werden Dienstleistungen, welche in einem privaten Haushalt anfallen allerdings nicht von einem Haushaltsmitglied ausgeführt werden, sondern gegen Bezahlung eines externen Dienstleisters, als haushaltsnahe Dienstleistungen definiert.

Es ist daher möglich, eine Haushaltshilfe, auf welche diese Definition zutrifft, in diesem Bereich der Steuererklärung zu berücksichtigen. Allerdings ist dafür die Art der Anstellung der Putzhilfe entscheidend. Oft sind die Reinigungshilfen auf 450 Euro Basis, also im Rahmen eines Mini-Jobs, angemeldet. Pro Haushalt können so 20 Prozent der Kosten, beziehungsweise höchstens 510 Euro im Jahr, von den Steuern abgesetzt werden.

Um dies zu realisieren, muss der Mini-Jobber durch den privaten Arbeitgeber bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See offiziell angemeldet werden. Die dort ansässige Mini-Job-Zentrale stellt ein Formular zur Verfügung, das entsprechend ausgefüllt und von beiden Parteien unterschrieben und zurückgesendet werden muss. Danach übernimmt die Behörde die weiteren nötigen Schritte.

Zum Ende des Jahres erhält der Arbeitgeber ein Dokument über seine geleisteten Zahlungen. Dieses wird benötigt, um in der Steuererklärung die Ausgaben steuermindernd zu berücksichtigen.

Sozialversicherungspflichtige Tätigkeit im Haushalt

Die Situation gestaltet sich allerdings anders, wenn die Anstellung der Haushaltshilfe im Rahmen einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit geschieht oder es sich bei dieser um einen selbstständigen Dienstleister handelt.

Zwar ist es auch bei diesen Gegebenheiten möglich, die Kosten anteilig von der Steuer abzusetzen, allerdings gilt dabei ein Höchstbetrag von 4.000 Euro pro Jahr. Insgesamt können 20 Prozent der Kosten abgesetzt werden.

Vor- oder Rückerträge aus dem folgendem oder dem vergangenen Jahr anrechnen zu lassen, ist dabei jedoch nicht zulässig. Für Betreuungs- und Pflegeleistungen gilt im Übrigen das Gleiche.

Beiträge zur Sozialversicherung steuerlich berücksichtigen

Wird die Haushaltshilfe im Rahmen einer sozialversicherungspflichtigen Anstellung beschäftigt, so muss die entsprechende Steueridentifikationsnummer vorliegen. Der Steuerberater erhält durch diese Nummer Zugang zu den elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen, welche bei dem Finanzamt vermerkt sind. Um die monatliche Lohnsteuer richtig erfassen zu können, ist dies unbedingt notwendig.

Darüber hinaus muss die Reinigungshilfe durch den privaten Arbeitgeber bei der zuständigen Krankenversicherung gemeldet werden. Ebenfalls muss dieser für den Arbeitgeberanteil der Krankenversicherung aufkommen. Hinsichtlich der Renten- und Arbeitslosenversicherung gilt, dass die Hälfte der Beiträge jeweils durch den Arbeitgeber entrichtet werden. Auch diese Beiträge zur Sozialversicherung können in der Steuererklärung vorteilhaft berücksichtigt werden.

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