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Personalengpässe mit Personalleasing clever ausgleichen

Auftragsspitzen zu Weihnachten, saisonale Schwankungen und die Urlaubszeit, sowie Krankheitsausfälle können Unternehmern die Daumenschrauben anlegen. Durch die Unterbesetzung kann es zu Verzögerungen und schlimmstenfalls zu Auftragsverlusten kommen. Mit Personalleasing kann die Belegschaft flexibel nach Bedarf angepasst werden. Doch woran erkennen Sie eine seriöse Leiharbeitsfirma und für wen bietet sich der Service an?

Was Sie über Leiharbeit wissen sollten

Trotz seines schlechten Rufs als Wegbereiter für Lohndumping hat sich Lohn- oder Zeitarbeit als unverzichtbares Modell am Arbeitsmarkt etabliert und wird seit dem Jahre 1972 durch das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) geregelt. Mit der Gesetzesnovelle vom 1. April 2017 werden Arbeitnehmern in Zeitarbeit mehr Rechte zugesichert. Gleichzeitig soll die Gesetzesänderung den dauerhaften Rückgriff auf, im Vergleich zu Festangestellten, günstigere Leiharbeiter erschweren und dadurch für eine fairere Entlohnung sorgen. So wird die maximale Dauer der Arbeiterüberlassung auf achtzehn Monate beschränkt. Außerdem erhalten die Leiharbeiter nach neun Monaten durchgehender Arbeit im entleihenden Betrieb den gleichen Lohn wie die dortigen Festangestellten. Darüber hinaus dürfen Leiharbeiter zwar zu Spitzenzeiten, nicht jedoch als Streikbrecher eingesetzt werden. Seit Juni 2016 gilt auch für Leiharbeiter ein gesetzlich vorgeschriebener Mindestlohn von 9,00 Euro pro Stunde in den alten und von 8,50 Euro pro Stunde in den neuen Bundesländern, der jeweils nicht unterschritten werden darf. Achten Sie darauf, dass dem Personalanbieter eine Erlaubnis zur Überlassung von Arbeitskräften der Bundesagentur für Arbeit vorliegt. Darüber hinaus sind seriöse Personaldienstleister Mitglied in einem der beiden großen Arbeitgeberverbände: Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) oder Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP). Ein weiteres Gütesiegel, nach dem Sie Ausschau halten können, ist das RAL-Gütezeichen der Gütegemeinschaft Personaldienstleistungen e. V.

Für wen bietet sich Personalleasing an?

Leiharbeiter werden in der Regel eingesetzt, um kurzzeitige Auftragsspitzen oder Personalausfälle auszugleichen. Daher liegt die Dauer von fünfzig Prozent der Leiharbeitsverhältnisse unter drei Monaten. Doch welche Branchen nutzen den Service des Personalleasings am häufigsten? Den Löwenanteil am Leiharbeitermarkt machen Logistikunternehmen, Sicherheitsfirmen und Reinigungsservices aus. Sie beanspruchen zusammen insgesamt 31 Prozent der in Deutschland tätigen Leiharbeiter. Somit sind es vor allem Speditionsfirmen, Onlinehändler, sowie Festival- und Veranstaltungsunternehmen, die auf Personalleasing zurückgreifen. Den zweiten Platz belegt die Metall- und Elektrobranche. In der metallverarbeitenden und Elektroindustrie sind 28 Prozent der Leiharbeiter tätig. Alle übrigen Fertigungsberufe, sowie landwirtschaftliche Betriebe beanspruchen gemeinsam 13 Prozent der Zeitarbeiter. Deutlich geringer fällt das Personalleasing im Dienstleistungs-, Bildungs- und  Tourismussektor, sowie am Bau aus. Der Hauptgrund hierfür ist sicherlich, dass oftmals junge Männer, häufig ohne Berufsabschluss oder mit Migrationshintergrund für Leiharbeitsfirmen tätig werden.

Personalleasing: Vorteile für Unternehmen und Leiharbeiter

Nicht jedes Unternehmen hat die nötigen Kapazitäten, um eine umfassende Bewerbungskampagne durchzuführen. Diese Aufgabe wird immer häufiger outgesourct, auch an Leiharbeitsfirmen, die zeitnah und flexibel Arbeitnehmer vermitteln können. So kann eine gute Auftragslage optimal genutzt oder eine Krankheitswelle zuverlässig abgefedert werden. Das steigert nicht nur Ihren Gewinn, sondern entlastet auch die Festangestellten. Neben den Vorteilen für Sie als Unternehmer, bietet Zeitarbeit auch einen Nutzen für den temporären Angestellten. Durch das Sammeln von Berufserfahrung werden unschöne Lücken im Lebenslauf vermieden. Gleichzeitig garantiert das Leiharbeitsunternehmen auch in Zeiten ohne Arbeitseinsatz eine Gehaltsfortzahlung und sorgt so für eine gewisse finanzielle Sicherheit. Mehr zum Thema Personalleasing und dessen Vorteilen kann man hier nachlesen.

Leiharbeit – ein Sprungbrett in die Festanstellung

Immer häufiger ist Zeitarbeit auch ein Türöffner zum festen Arbeitsplatz. Wer einmal gute Arbeit geleistet hat, wird in etwa zwanzig Prozent der Fälle von einem Betrieb übernommen. Dies ist insbesondere für jene Arbeitskräfte ein Gewinn, die bei einer herkömmlichen Bewerbungskampagne durch das Raster gefallen wären, weil formale Anforderungen nicht erfüllt waren. Durch die temporäre Anstellung können Sie sich in der Praxis bewähren und auch in einer anderen Branche Fuß fassen, wenn sie sich beruflich neu ausrichten möchten.

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