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Inkassounternehmen beauftragen: Das sollte man wissen

Es ist ein großes Ärgernis für jedes große wie kleine Unternehmen: Die Leistung wurde erbracht, die Bezahlung lässt auf sich warten. Reagiert der Kunde auch nach mehreren Mahnungen nicht fristgerecht, führt der Weg unmittelbar zu einem Inkassounternehmen. Doch was sollte beachtet werden, bevor die professionellen Geldeintreiber informiert und beauftragt werden?

Fairness zahlt sich aus

Der vereinbarte Termin wurde nicht eingehalten, die Waren oder Dienstleistungen bleiben unbezahlt? Niemand sollte umgehend verzweifeln oder rechtliche Schritte in Bewegung setzen. Wir alle kennen diese Momente, in denen wir eine Rechnung schlichtweg verschlafen haben oder aus diesem oder jenem Grund nicht bezahlen können.

So mancher Ärger ist nach der ersten Mahnung vom Tisch. Es lohnt sich grundsätzlich, dem Schuldner eine faire Zeit einzuräumen, in der das Versäumnis beglichen werden kann. Fehler geschehen – und wir alle sind nur Menschen, die ihre ganz eigenen Probleme besitzen. Im besten Fall wird es gar nicht erst notwendig, ein Inkasso zu beauftragen.

Wer kann sich alles an Inkassounternehmen wenden?

Große, erfahrene und fest auf dem Markt platzierte Unternehmen haben vermutlich tausende Fälle abgewickelt, in denen ein Kunde säumig war oder nicht bezahlen wollte. Für kleinere Unternehmen oder gar Privatpersonen mag der Gedanke an Inkasso aber durchaus schwierig sein.

Ist es finanziell also überhaupt lohnenswert, einer unbezahlten Rechnung von lediglich 20 Euro nachzujagen? Die Antwort ist eindeutig und schnell gegeben: Ja! Auch Privatpersonen sollten nicht davor zurückschreiben, Inkasso zu beauftragen und die Forderung eintreiben zu lassen. Sobald ein gültiger Vertrag vorliegt, ist der Preis für die erbrachte Leistung zu begleichen. Alle anfallenden Kosten trägt der Schuldner.

Wie läuft die Zusammenarbeit ab?

Zunächst einmal gilt es, die naheliegenden Bedingungen nachzuweisen. Dabei ist es wichtig, dass die Forderungen unbestritten sowie frei von Einwänden sind und sich der Schuldner im Zahlungsverzug befindet. Seriöse Inkassounternehmen prüfen den Tatbestand und beraten gern über die weitere Vorgehensweise.

Die gängigste Variante der Kooperation ist der Forderungseinzug im Auftrag, wobei sich das Inkassounternehmen um die Eintreibung des Geldes bemüht. Außerdem gibt es eine Abtretung der Forderung, bei welcher der Gläubiger wechselt oder einen Verkauf der Forderung, die sich positiv auf die Liquidität auswirkt. Es ist ratsam, die in Frage kommenden Inkassounternehmen zu vergleichen und den besten Anbieter ausfindig zu machen.

Wie lassen sich seriöse Inkassounternehmen erkennen?

Niemand möchte gern mit dem Wort Inkasso konfrontiert werden. Zu groß ist die Angst vor vermeintlichen Schlägern, die vor der Tür lauern und ohne Gnade agieren, ehe sie das erste Wort gesprochen haben. In Wirklichkeit existieren zahlreiche Inkassounternehmen, die allen Gesetzen nachkommen und rein gar nichts mit den Klischees gemeinsam haben.

Bevor der Inkasso-Dienst benachrichtigt wird, sollte ganz genau darauf geachtet werden, dass das Unternehmen im Rechtsdienstleistungsregister eingetragen ist. Im Anschluss ist es ratsam, sich auf der offiziellen Website umzuschauen. Seriös agierende Firmen scheuen sich nicht, sehr detailliert über alle Schritte zu informieren.

Besser als der Ruf

Wenn ein Kunde die Rechnung nicht bezahlt, kann dies verschiedene Ursachen haben, die von Unzufriedenheit über das Produkt bis hin zu einer schwerwiegenden Krankheit und damit einhergehendem Arbeitsverlust reichen können. Ein gutes Inkassounternehmen geht individuell auf den Schuldner zu und unterstützt den Gläubiger dabei, ein Häkchen unter die Rechnung setzen zu können. Die Furcht vor Inkassounternehmen ist, sofern jede Partei kooperiert, völlig unbegründet.

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