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Diplomarbeit von einem Ghostwriter schreiben lassen?

Mit der Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge an den Universitäten im Zuge des Bolognaprozesses sind die meisten Diplomstudiengänge mittlerweile ausgelaufen. Dennoch gibt es in einigen Studienfächern noch immer Diplomabschlüsse. Und obwohl jeder Studierende während seiner ganzen Zeit an der Universität eingeimpft bekommen hat, was ein Plagiat ist und warum plagiieren zur Exmatrikulation führt, gibt es immer noch Studierende, die ernsthaft darüber nachdenken, ihre Arbeit von einem Ghostwriter schreiben zu lassen.

Hier führen wir die besten Gründe gegen das Plagiat auf und es besser ist selbst zu schreiben, um mit Stolz und gutem Gewissen nach einem langen Studium die Diplomarbeit drucken und binden lassen zu können.

Zusammengestückelte Arbeiten

Wer sich bereits seit einiger Zeit für wohlhabende Studierende als Ghostwriter verdingt, der hat in überraschend kurzer Zeit einen großen Fundus an Diplomarbeiten angesammelt. Um Zeit und Geld sparen zu können, stellen die Ghostwriter irgendwann die Auftragsarbeiten mehr und mehr aus alten Arbeiten zusammen.

Hierunter leidet natürlich die Qualität der Arbeit, die sich nicht mehr dezidiert mit einem Thema befasst und in der ein roter Faden sich vom ersten Kapitel zum Fazit zieht. Stattdessen werden bestenfalls nur einige Aspekte zu einem Thema beleuchtet und am Ende steht ein zusammenfassendes Fazit. Damit ist die Arbeit am Ende mehr eine Aufsatzsammlung, als eine Diplomarbeit. Schlechte Noten sind dann vorprogrammiert.

Von dieser Arbeitsweise geht eine weitere Gefahr aus. Universitäten und Hochschulen prüfen mittlerweile alle abgegeben Abschlussarbeiten digital auf Plagiate. Wenn ein Auszug aus einer anderen Arbeit sich in der Abschlussarbeit befindet, der nicht den wissenschaftlichen Standards genügt, wird dieser Auszug als Plagiat gekennzeichnet. Das kann bedeuten, dass die Arbeit als nicht bestanden gewertet wird oder im schlimmsten Fall zur Zwangsexmatrikulation führen.

Welche Konsequenzen drohen bei einem Ghostwriter?

Wer meint für seine Abschlussarbeit einen Ghostwriter beauftragen zu müssen, begibt sich in die Gefahr, sein ganzes Studium zu vergeuden. Eine Arbeit eines anderen Autors als die eigene einzureichen ist nicht nur an der Hochschule Betrug. Wenn bei der Prüfung der Arbeit auffällt, dass die Arbeit ein Plagiat ist oder gar, dass die ganze Arbeit von einem anderen Autor stammt, wird derjenige von der Hochschule ausgeschlossen und kann mit einer Geldstrafe belangt werden. Wenn die strafrechtlichen Voraussetzungen für einen Betrug gegeben sind, drohen nicht hochschulrechtliche, sondern auch strafrechtliche Konsequenzen.

Wer wegen eines Plagiats zwangsexmatrikuliert wurde, darf diesen Studiengang in ganz Deutschland nicht mehr antreten – es lohnt sich also ein ganzes Studium nicht allzu leichtfertig aufs Spiel zu setzen.

Aber was, wenn allein die Vorstellung der Abschlussarbeit überfordert?

Es gibt einige Studierende, die allein schon von der Vorstellung, die Abschlussarbeit einreichen zu müssen, überfordert sind. Wenn es zeitliche Gründe sind, wenn die Arbeit oder vielleicht die Familie dem Abschluss im Wege stehen, kann gemeinsam mit dem Prüfungsamt und Dozenten eine Lösung gefunden werden.

Wer sich noch nicht bereit fühlt, eine so lange wissenschaftliche Arbeit zu verfassen, der kann Hilfe von der Hochschule in Vertiefungskursen suchen. Kommilitonen sind auch immer hilfsbereit und der Asta vermittelt gerne.

Wenn auch das nicht hilft, gibt es professionelle Lektoratdienste, die bei der Arbeit unterstützen können und Tipps geben, wo inhaltlich Unklarheiten bestehen, wo es sprachlich noch holpert und am Ende die Arbeit professionell Korrektur lesen. Nur die inhaltliche Leistung, die muss jeder Studierende selbst erbringen.

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