{"id":1985,"date":"2022-08-05T10:48:18","date_gmt":"2022-08-05T08:48:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.haendlerschutz.com\/news\/?p=1985"},"modified":"2022-08-05T10:48:22","modified_gmt":"2022-08-05T08:48:22","slug":"so-funktioniert-das-wasserstrahlschneiden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.haendlerschutz.com\/news\/digitales\/so-funktioniert-das-wasserstrahlschneiden-1985","title":{"rendered":"So funktioniert das Wasserstrahlschneiden"},"content":{"rendered":"\n<p>Beim so genannten Wasserstrahlschneiden handelt es sich um ein Fertigungsverfahren, das zur Hauptgruppe des Trennens gez\u00e4hlt werden kann. Zusammen mit dem Brennschneiden, Plasma-Schmelzschneiden und Laserstrahlschmelzschneiden ist es abtragendes Verfahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Hierbei wird zwischen dem Wasserstrahlschneiden mit reinem Wasser und jenem, bei dem ein Abrasiv zugesetzt wird, unterschieden. Das Abrasivschneiden beinhaltet neben reinem Wasser zus\u00e4tzlich ein Abrasiv, ein hartes, pulverf\u00f6rmiges Material. Das Werkzeug, an dem dieses trennende Verfahren ausgef\u00fchrt wird, bezeichnet man als Wasserstrahlschneidemaschine.<\/p>\n\n\n\n<p>Professionelle Wasserstrahlschneidemaschinen werden beispielsweise unter <a href=\"https:\/\/eckert-cutting.de\/\">https:\/\/eckert-cutting.de\/<\/a> angeboten.<\/p>\n\n\n\n<h2>Reinwasserstrahlschneiden und Abrasivschneiden<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Prinzip des Reinwasserstrahlschneidens beruht auf der Trennung weicher Materialien wie Folien, Papier, Kunst- und Schaumstoffen. Im Gegenzug ist das Abrasivschneiden eine Methode, die bei festen Werkstoffen angewandt wird. Auf diese Art und Weise k\u00f6nnen Glas, Stahl oder Keramik getrennt werden. Dieses umweltfreundliche Trennverfahren spielt insbesondere bei der Trennung von Verbundwerkstoffen eine gewichtige Rolle, da mit konventionellen Trennverfahren zumeist keine qualitativ hochwertige Trennung m\u00f6glich ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Wasserstrahlschneiden vorwiegend im Bergbau zum Abtragen von Gesteinselementen genutzt. Ebenso wurde die Technik in Goldminen angewandt, um Goldadern von Erde und Steinen zu trennen. Ende der 1960er Jahre wurde das Wasserstrahlschneiden auch in der Flugzeugindustrie zur Trennung w\u00e4rmeempfindlicher Teile genutzt.<\/p>\n\n\n\n<h2>Physikalische Grundlagen und Wirkmechanismus<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Abtragen des Materials basiert auf hohem Druck, der auf der Oberfl\u00e4che des zu trennenden Materials entsteht. Damit l\u00e4sst sich auch der Unterschied zu anderen Verfahren wie dem Autogenbrennschneiden, Laser- oder Plasmabrennschneiden erkl\u00e4ren. Diese Trennverfahren arbeiten mit thermischer Energie.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Wasserstrahlschneiden werden ausschlie\u00dflich mikroskopische Partikel nahe der Oberfl\u00e4che abgetrennt. Da auf den Werkstoff keine Hitze einwirkt, kommt es zu keinerlei Dehnungseffekten des Werkst\u00fcckes.<\/p>\n\n\n\n<p>Hinsichtlich des Schnittmaterials sind dieser Methodik kaum Grenzen gesetzt. Das moderne und hochpr\u00e4zise Kaltschneideverfahren geschieht mittels Hochdruckwasser, dem ein Abrasivmittel zugesetzt sein kann. Besonders hervorzuheben ist, dass dieses Verfahren keine L\u00e4rmbel\u00e4stigung verursacht und glatte Schnittkanten erzeugt, die in den wenigsten F\u00e4llen nachbearbeitet werden m\u00fcssen. Der Hochdruck-Wasserstrahl wird mithilfe von Hochdruckpumpen und D\u00fcsen erzeugt.<\/p>\n\n\n\n<h2>Grundprinzip<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Prinzip des Wasserstrahlschneidens ist denkbar einfach. Ein \u00e4u\u00dferst feiner Wasserstrahl wird mit sehr hohem Druck und einer folglich hohen Geschwindigkeit auf einen Werkstoff geleitet. Dies verursacht den Abtrag mikroskopischer Partikel und trennt auf diese Art und Weise das Material. Durch den Einsatz einer Hochdruckpumpe wird das Reinwasser auf einen unvorstellbar hohen Druck von einigen Tausend bar gebracht und zum Schneidkopf weitergeleitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Je nachdem, welches Material getrennt wird, kann dem Reinwasser ein Abrasivmittel zugesetzt sein. Das Wasser tritt vom Schneidkopf mit einem Durchmesser zwischen 0,1 und 0,5 Millimeter aus feinen D\u00fcsen\u00f6ffnungen aus. Die Leistung ist abh\u00e4ngig vom Druck des Wassers und vom Durchmesser der D\u00fcsen\u00f6ffnungen. Der spannungsfreie Schneidprozess geschieht g\u00e4nzlich ohne Einwirken von thermischer Energie auf den Werkstoff.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Beschaffenheit des Wasserstrahles sowie Dicke und H\u00e4rte des zu behandelnden Materials sind ausschlaggebend f\u00fcr unterschiedliche Schnittgeschwindigkeiten und Schnitttiefen.<\/p>\n\n\n\n<h2>Vorteile des Wasserstrahlschneidens<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Trennverfahren ist vielf\u00e4ltig einsetzbar und ist in der Lage, beinahe alle Werkstoffe zu schneiden.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiters zeichnet sich das Verfahren durch hohe Pr\u00e4zision aus. Glatte Schnittkanten und minimale Schnittfugen sind hierf\u00fcr ein eindrucksvoller Beweis. Schnittkanten m\u00fcssen in der Regel nicht nachbearbeitet werden. Das umweltfreundliche Trennverfahren ist schonend f\u00fcr den Werkstoff, da dieser keiner thermischen Belastung ausgesetzt wird, welche zu ungew\u00fcnschten Dehnungen innerhalb des Materials f\u00fchren kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem werden beim Wasserstrahlschneiden keine Schlacke-Abf\u00e4lle erzeugt. Verwendetes Wasser kann recycelt werden, was die Umweltvertr\u00e4glichkeit eindrucksvoll unterstreicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim so genannten Wasserstrahlschneiden handelt es sich um ein Fertigungsverfahren, das zur Hauptgruppe des Trennens gez\u00e4hlt werden kann. Zusammen mit dem Brennschneiden, Plasma-Schmelzschneiden und Laserstrahlschmelzschneiden ist es abtragendes Verfahren. Hierbei wird zwischen dem Wasserstrahlschneiden mit reinem Wasser und jenem, bei dem ein Abrasiv zugesetzt wird, unterschieden. 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